Mittwoch, 11. April 2007

Einteilung von Brettspielen

Ich habe es mir zur Gewohnheit gemacht, die Spiele meiner Sammlung in verschiedene Rubriken einzuteilen. Je nach Anlaß und Umständen finde ich so schnell eine passende Spielauswahl - wieviel Zeit und Platz steht zur Verfügung, wie spielbegeistert sind die Mitspieler (je weniger, desto einfacher sollte das Spiel sein)?

Natürlich gibt es Grenzfälle: Wenn beispielsweise die Länge eines Spiels anpaßbar ist, oder die Größe veränderbar, oder die Regeln unterschiedliche Komplexitätsgrade ermöglichen. Oder ein Spiel ist einfach sowohl-als-auch.

Trotzdem: mit dieser Systematik geht die Auswahl viel flotter, als wenn ich mich vors Spieleregal stelle und alles durchgehe.

Wenn du die Einteilung nicht im Kopf behalten kannst (und wer kann das schon?), mach dir entweder drei Listen (1. Länge+Regeln, 2. Länge+Größe, 3. Regeln+Größe), oder verzichte einfach auf die für dich unwichtigste Kategorie - wenn du beispielsweise einen riesigen Tisch besitzt, und Spieleabende ohnehin immer bei dir stattfinden, verzichte auf die Kategorie Größe.

Nebenbei, die Spiele-Reviews in diesem Blog werden die gleiche Einteilung benutzen.


Länge
Filler: Ein kurzes Spielchen für Zwischendurch oder zur Auflockerung von Spieleabend zwischen aufwändigeren Spielen. Beispiel: BANG!
Standard: Unter normalen Umständen, und wenn alle die Regeln bereits kennen, dauert dieses Spiel ein bis zwei Stunden. Beispiel: Funkenschlag.
Marathon: Spiel es am Wochenende oder fang zeitig an. So oder so, nimm dir an dem Tag sonst nichts vor. Beispiel: Herr der Ringe - Der Ringkrieg.

Regeln
Simpel: In wenigen Minuten erklärt, und von allen auf Anhieb zu verstehen. Beispiel: Zug um Zug Europa.
Zugänglich: Nicht allzu lange Erklärung, und ab dafür. Kurze Regelzusammenfasssungen (Handouts) könnten angebracht sein. Beispiel: Geschichten aus 1001 Nacht.
Komplex: Eine längere Erklärung ist benötigt, und fast niemand wird das Spiel auf Anhieb durchdringen. Ausführliche Handouts sind unerläßlich. Beispiel: Marvel Heroes Brettspiel.

Größe
Klein: Braucht nicht viel Platz, und kann fast überall gespielt werden. Beispiel: Cash & Guns.
Mittel: Ein normaler Tisch wird reichen. Beispiel: Illuminati.
Groß: Ein wirklich großer Tisch ist benötigt - oder der Fußboden. Beispiel: Railroad Tycoon.

3 Kommentare:

Olav Müller hat gesagt…

Hast Du in Deinen Kategorien nicht auch sowas wie die "Spieleranzahl" drin? Gerade hierbei interessieren mich persönlich immer die Anzahl von Spielern, bei denen das Spiel am Besten oder vielleicht auch gar nicht funktioniert. Also die optimale Spieleranzahl im Vergleich zur auf der Schachtel angegebenen Spieleranzahl.

Oder machst Du das ausschließlich über die Erfahrung?

Stefan hat gesagt…

Guter Punkt. Ja, Spieleranzahl könnte als "4. Dimension" hinzugefügt werden. Und der von dir genannte Umstand, daß die optimale Spieleranzahl oft was anderes ist als die mögliche.

Für mich selber habe ich das in der Tat im Kopf, aber wenn schon Listen, dann bitte auch richtig... sieht so aus, als hätte ich da noch was Arbeit vor mir.

Das Ziel, nebenbei, ist eine Datenbank, wo nur noch die Modalitäten eingegeben werden müssen, und eine Liste an Spielen rauskommt.

Für Reviews werde ich deinem Rat folgen, und mögliche wie optimale Spieleranzahl angeben. Danke!

Alternative Investments hat gesagt…

Danke für die Info. Es macht hier richtig spaß zu lesen nur weiter so.

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