Donnerstag, 12. April 2007

Spielthemeninspiration

Gesetz dem Fall, du willst ein Spiel basierend auf einem Thema, und nicht auf einer Mechanik entwickeln (siehe hier), ist die Frage: woher bekommst du die Idee für ein Thema? Auf göttliche oder sonstige Eingebungen zu warten könnte zu lange dauern.

Um dir auf die Sprünge zu helfen, hier ein paar mögliche Quellen der Inspiration.

Bücher, Filme, TV, Comics, etc.: Der Genres gibt es viele - Krimi, Horror, Western, Fantasy, Science Fiction, Soap Operas, und so weiter und so fort. Gefällt dir eines besonders? Dann lese oder schaue dich ein: was „passiert“ in dem Genre? Wie sieht das Genre aus, wenn du es auf seine Klischees reduzierst? Und was sind interessante Sonderfälle? Auf irgendwas hiervon kannst du ganz sicher ein Brettspiel basteln.

Nachrichten: Spiele können auch auf (relativ) aktuellen Ereignissen beruhen. Was am Weltgeschehen interessiert dich besonders? Und könntest du das zum Spiel verwurschteln? Aber Vorsicht: bevor dein Spiel „Knut der Eisbär und die Klimakatastrophe“ fertig ist, kann sich schon niemand mehr an das Bärenbaby erinnern - ganz abgesehen von rechtlichen Scherereien mit dem Berliner Zoo...

Computerspiele: Für manche der schlimmste Feind des Brettspiels. Für andere ein weites Feld der Inspiration. Und ich meine nicht die diversen Computerspielumsetzungen - wer sich allzu sklavisch an die Computerspielvorlagen hält, entwickelt nur selten dadurch gute Brettspiele (Ausnahmen wie das Warcraft-Brettspiel bestätigen die Regel).

Brettspiele: Wer hätte das gedacht? Das Rad neu erfinden wird schwierig. Aber du kannst dir ruhig anschauen, was so alles auf dem Markt ist (bietet sich ja eh an, und Brettspiele spielst du ja sowieso, gelle?). Und vielleicht kommt mal der Zeitpunkt, wo du dir denkst: „Nettes Thema. Aber ich hätte das ganz anders gemacht...“

Trends vorauszusagen ist schwierig bis unmöglich. Nur weil gerade Piraten in sind, heißt das noch nicht, dass sich noch jemand für die Augenklappenträger interessiert, wenn du dein Piratenspiel herausbringst. Das Gegenteil wird vermutlich der Fall sein: die Leute haben sich an dem Thema satt gesehen - Filme, Bücher, Brettspiele... ein Spiel mehr oder weniger fällt da fast nicht mehr auf.

So ist es letzten Endes am besten, beim Entwickeln von Spielen den eigenen Interessen zu folgen, statt einem schwer zu fassenden Massengeschmack nachzulaufen. Und, mal ehrlich: welche Spiel sind wohl am Ende interessanter?

Also: inspirieren lassen, und losgelegt! Doch eine Überlegung solltest du, wie bereits angedeutet, anstellen: ist das Thema, das dich interessiert, vielleicht schon totgenudelt?

2 Kommentare:

S. Meyer hat gesagt…

Ich denke mal, dass man sich überlegen sollte, ob man spielt um mit seinen Mitspielern Spass zu haben (und dabei ist es ja bekanntlich egal wer gewinnt), oder ob man nur spielt um zu gewinnen. Befriedigt zwar das eigene Ego ungemein, nimmt aber oft den Mitstreitern die Spielfreude...

Stefan hat gesagt…

Der Spaß steht natürlich an erster Stelle. Wer nur um zu gewinnen spielt hat da was nicht verstanden.

Das andere Extrem - eine Person, die gar nicht versucht, zu gewinnen - ist allerdings auch nicht unbedingt eine Freude.

Meiner Meinung nach sollten alle Mitspielenden versuchen zu gewinnen ohne verbissen zu sein.

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